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Schnellschach-Open: Er bezwingt sie alle

Beim Schnellschach-Open in Kirchenlamitz hat Yaroslav Demchenko einmal mehr seine Extraklasse gezeigt: Von acht Pokalen nahm er zwei mit nach Hause. Doch es gab noch mehr Ausrufezeichen im 54 Teilnehmer starken Turnier. 

An dem 19-Jährigen vom SC 1868 Bamberg führte kein Weg vorbei. Yaroslav Demchenko wurde mit ruhigem, zielstrebigem und konsequentem Spiel seiner Favoritenrolle gerecht und stand bereits vor der siebten und letzten Runde als Turniersieger fest. Am Ende verwies er damit nicht nur den Titelverteidiger Peter Seidel (SC Höchstadt) auf Platz zwei, sondern heimste gleich zwei Pokale ein. Einen für den souveränen ersten Platz (sieben aus sieben, mit eineinhalb Punkten Vorsprung) und dazu den neu geschaffenen Hans-Gottfried-Gäbler-Pokal als mit Abstand bester Juniorenspieler. 

Das traditionelle Open fand diesmal erstmals in Gedenken an Hans-Gottfried Gäbler statt, der den Verein Schachfreunde Kirchenlamitz gegründet hatte, der durch seine Nachwuchsarbeit Kirchenlamitz zum Aushängeschild gemacht hatte, einst das Schnellschach-Open als „Oberstturnier“ ins Leben gerufen hatte und der sich auch im Kreis und Bezirk stark engagiert hatte. Gäbler ist im November 2025 im Alter von 90 Jahren gestorben. Seine Tochter Gundula Bathelt begleitete das gesamte Turnier und überreichte bei der Siegerehrung den Gäbler-Pokal an Demchenko. 

Der junge Bamberger war nicht der einzige doppelte Pokalgewinner: Markus Müller vom SC Pegnitz, der vor einem Jahr in unseren Schachbezirk zurückgekehrt ist und gleich den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte, tat es ihm gleich. Denn Müller (auf dem Bild rechts im Duell mit Demchenko) wurde zum einen oberfränkischer Meister der Jungsenioren, zum anderen Schnellschachmeister im Kreisverband Hof-Bayreuth-Kulmbach. 

Hart umkämpft waren auch die Titel bei den Senioren (oberfränkischer Meister Toralf Kirschneck, 1. FC Marktleuthen) und bei den Nestoren (oberfränkischer Meister Peter Krauseneck, SC Bamberg). Bleiben noch zwei weitere Pokale. Diese gingen an Olena Averkova (SC Bamberg) als oberfränkische Seniorenmeisterin und an Peter Seidel als Kirchenlamitzer Stadtmeister. Beste Frau war Mariia Averkova (SC Bamberg). Die Besten in der Ratingkategorien sind Harald Oelschlegel (bis 1500), Markus Bergmann (bis 1700) und Benjamin Glock (bis 1900). (Auf dem Foto: Seniorenmeister Toralf Kirschneck, rechts, in der Partie gegen Stefan Wunder, der trotz seines Geburtstags mitspielte.)

Das Turnier, das nach Rapid-Elo ausgewertet wird, stand erneut unter der souveränen Leitung von Claus Kuhlemann, der bei keinem einzigen Streitfall eingreifen musste. Das Züchterheim in Kirchenlamitz bildete den perfekten Rahmen, das Team des Kleintierzuchtvereins versorgte die Teilnehmer mit leckerem Essen und Getränken. Schirmherr war wiederum Bürgermeister Jens Büttner. Der große Dank des Kirchenlamitzer Vorsitzenden Jan Fischer ging an alle Teilnehmer, die zum Teil eine weite Anreise auf sich nahmen, an alle Organisatoren und die Helfer von den Schachfreunden Kirchenlamitz. Als Termin fürs Schnellschach-Open 2027 ist der 8. Mai geplant.

Die komplette Ergebnisübersicht gibt es bei Chess-Results. (Auf dem Bild die drei Besten, ab Zweiter von links: Drittplatzierter Roland Gruber, Turniersieger und bester Juniorenspieler Yaroslav Demchenko, Zweitplatzierter und Stadtmeister Peter Seidel, einrahmt von Gundula Bathelt, Schirmherr Bürgermeister Jens Büttner und Schiedsrichter Bezirksvorsitzender Claus Kuhlemann, von links.)

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