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Das erste Gipfeltreffen in der Oberfrankenliga

In der Oberfrankenliga gingen viele Blicke nach Oberkotzau. Dort traf der Vorjahres-Vizemeister auf den Regionalliga-Absteiger 1. FC Marktleuthen. Es wurde das erwartet spannende Duell mit einem dramatischen Ende. Und nicht der einzige Wettkampf in den oberfränkischen Ligen mit knappem Ausgang. Nach dem zweiten Spieltag ist klar, wer sich in unseren Spielklassen Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann. 

Unser Spiel des Tages: Was für eine Partie an Brett 2! Der Oberkotzauer Nachwuchsstar Felix Schindler bezwang den Marktleuthener DWZ-Besten André Kopp mit dem unwiderstehlichen Txg7. (Unser Bild zeigt die Stellung und die entsprechenden Mienen der Zuschauer nach diesem kapitalen Einschlag. – Foto: Christina Leuchsenring) Dennoch standen die Gastgeber im ersten Gipfeltreffen der Saison am Ende mit leeren Händen da: Die Partie am 8. Brett ging in Gewinnstellung auf Zeit verloren. Die Gäste gewannen an den Brettern 6 bis 8 und glichen damit ihre Verluste in der vorderen Hälfte aus. Das 4,5:3,5 ist für Marktleuthen ein großer Schritt in Richtung Wiederaufstieg. 

ATSV Oberkotzau 1 gegen FC Marktleuthen 1 3½ – 4½
Brett Nr. Heim DWZ ELO ERGEBNIS Nr. Gast DWZ ELO
1 1 Shashkin, Igor 2075 2074 ½ – ½ 1 Stingl, Rene 2080 1942
2 2 Schindler, Felix 1978 1822 1 – 0 2 Kopp, André 2141 2236
3 3 Hertel, Hans 2040 2092 1 – 0 3 Kirschneck, Toralf 2071 2084
4 8 Leuchsenring, Christina 1963 1901 ½ – ½ 4 Reißner, Andreas 2014 2071
5 9 Hertel, Hannes 1932   ½ – ½ 5 Wilfert, André 2044 2053
6 10 Shkondin, Ivan 1855   0 – 1 6 Nürnberger, Stefan 2051 2190
7 11 Fraaß, Rudolf 1855 1742 0 – 1 7 Küspert, Helmut 1941 1935
8 12 Rotter, Stefan 1838   0 – 1 10 Deml, Tilo 1926 1955

Das Oberhaus: Kann der SK Weidhausen an Erfolge vergangener Tage anknüpfen? Jedenfalls stehen Rüdiger Günther & Co. nach zwei 4,5:3,5-Siegen zusammen mit Marktleuthen an der Spitze der Bezirksoberliga. In Runde drei kommen allerdings die starken Oberkotzauer nach Weidhausen. Dritter Ungeschlagener im Bunde ist Seubelsdorf. Ganz wertvolle doppelte Punktgewinne holten Sonneberg und Hollfeld/Memmelsdorf. Am nächsten Spieltag geht es für die bisher punktlosen Michelau und Bamberg 3 schon um sehr viel.

Der Osten: Wer die Sieger der zweiten Runde der Bezirksliga Ost vorhersagte, hätte wohl auf nur geringe Wettquoten hoffen können. Mit anderen Worten: Sämtliche Wettkämpfe nahmen den erwarteten Ausgang. So hat auch die Tabelle mit drei Abteilungen schon recht klare Konturen. Dass Bayreuth, Bindlach 2 und Kirchenlaibach den Meistertitel für sich beanspruchen, mag nicht überraschen. Ein erstes Spitzenspiel lässt noch bis Runde vier auf sich warten. Unerwartet dann doch, dass sich Rehau zu den anderen zwei Punktlosen gesellt – allerdings hatte es der ASV schon mit zwei Topteams zu tun.

Der Westen: Das “Rehau des Westens” ist Strullendorf – eine Mannschaft, die sonst immer vorne mitspielte und im gesicherten Mittelfeld landete, aber diesmal einen Fehlstart hinlegte. Der Gegner Nordhalben jedoch präsentierte sich gut erholt von der Auftaktniederlage. Ganz vorne in der Bezirksliga West thront Burgkunstadt mit den Überraschungsteams Coburg und Neustadt 2. Bemerkenswert auch: Neuling Hallstadt/Walsdorf landete den ersten Sieg. 

Der Blick nach oben: In den bayerischen Ligen lief es insgesamt durchwachsen für die oberfränkischen Teams. Mit Ausnahme der Landesliga Nord, wo Bindlach und Bamberg siegten und die “Aktionäre” weiter vorn dran bleiben. Eine Etage tiefer gab es nichts zu holen für die Teams aus unserem Schachbezirk. In der Regionalliga Nord-Ost kassierten Meisterschaftskandidat Hof und Aufsteiger Kulmbach jeweils ihre erste Niederlage. Und in der Regionalliga Nord-West zogen Höchstadt, Neustadt b. Coburg und Bamberg 2 den Kürzeren; hier kommt es nun am 15. November zum richtungsweisenden Duell Höchstadt – Neustadt.  

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